Um 3 Uhr fingen meine Gastschwestern und meine Gastmutter an sich fertig für den Abschlussball meiner Gastschwestern zu machen. Wir mussten um 4 losfahren, da wir 1 1/2 Stunden nach San José brauchten und der Ball um 6 anfing. Ich fing um kurz vor 4 Uhr an, mich fertig zu machen. Eine meiner Gastschwestern trug ein bodenlanges, trägerloses, lila Kleid und meine andere Schwester ein bodenlanges, blaues Kleid. Meine Gastmutter trug ein kurzes halb schwarzes, halb silbernes Kleid und ich ein schlichtes graues, um das ich mir ein Tuch hing, um die Schultern zu bedecken. Als wir ankamen, sah ich einen riesigen Parkplatz vor einer riesigen Halle die von Scheinwerfern beleuchtet wurde. Und ich sah Unmengen von Menschen mit Anzügen, Prizessinenkleidern und zentimeterhohen Absätzen. Ich kam mir ein bisschen underdressed vor, aber später merkte ich, dass sich nur die Abiturienten wirklich so schick gemacht hatten. Die Schuhe, die ich trug, waren mir schon ein bisschen zu klein geworden und taten deswegen sehr weh. Wir stellten uns in die lange Schlange vor dem Eingang und warteten auf meinen Gastvater, der sich noch im Auto umziehen musste. Als wir endlich in die riesige Halle reinkamen, sah ich eine Bühne und davor Platz zum Tanzen. Danach standen in regelmäßigen Abständen unzählige, schön gedeckte Tische für die Familien der Abiturienten. Die Schulabgänger hatten alle zusammen einen großen Tisch und saßen nicht bei ihren Familien. Wir hatten Tisch Nummer 34, den wir uns mit noch 2 Familien teilten. Während wir auf den Beginn der Verantstaltung warteten, wurden mehrere Kleinigkeiten
serviert und es gab etwas zu trinken. Als dann die laute Stimme des Moderators erklang, drehten sich alle in Richtung Eingang. Die Mädchen und Jungen wurden immer paarweise aus einer Klasse aufgerufen, die dann zusammen über einen roten Teppich gingen und sich in einer Reihe aufstellten. Danach mussten sie alle zusammen tanzen. Da es 9 Klassen einer Klassenstufe gab, wurden immer 3 Klassen aufgerufen, die dann tanzen mussten und danach die nächsten drei. Nach mehr als 2 Stunden gab es dann Musik und alle Jugendlichen tanzten. Auf einmal kündigte der Moderator eine Überraschung an und eine Limousine fuhr in die Halle rein. Nach wenigen Sekunden hatte sich eine Wand aus Menschen darum gebildet und ich konnte nicht sehen wer ausstieg. Es war anscheinend ein Sänger, denn anschließend wurde Musik gespielt und jemand sang. Es war ein costarikanischer Sänger und ich kannte ihn nicht. Ein Mädchen, das öfter bei uns zu Besuch war, animierte mich mitzutanzen und wir gesellten uns in eine Runde ihrer Klassenkameraden. Tanzen konnte man das nicht nennen, denn die meisten traten nur von einem Fuß auf den anderen. Trotzdem war es schön sich mal zu bewegen, da man die meiste Zeit nur auf den Stühlen saß. Um 11 Uhr abends gab es dann Abendessen. Man wurde tischweise aufgerufen und gebeten, sich an eine der 4 Schlangen zu stellen. Es gab Salat, Reis, Kartoffelpüree, 2 Arten von Fleisch und einen Nachtisch. Nachdem sich alle satt gegessen hatten, kamen um 12 Uhr brasilianische Trommler und Tänzer mit wunderschönen Kostümen. Es gab sogar wieder typische große
Puppenkostüme aus Costa Rica, die auch zur Musik tanzten. Alle flippten aus und tanzten zur Musik. Es wurden Hüte und Masken an die Schüler verteilt und alles war ein buntes Gewimmel.
Da ich todmüde war, lag ich halb auf dem Tisch und versuchte ein bisschen zu schlafen. Um Punkt eins wurde ruckartig die Musik gestoppt und die Lichter gingen an. Alle standen auch im gleichen Moment auf und gingen zum Ausgang. Ich war mit der Situation ein bisschen überfordert und draußen war es zudem noch richtig kalt. Diesmal brauchten wir nur 1 Stunde nach Hause und wir fielen alle erschöpft ins Bett.
Hallo Lanabanana,
es freut mich so unglaublich doll, dass es dir so gut gefallen hat und du sahst auch wirklich gut aus. Was würde passieren wenn in den Berliner CLubs plötzlich das Licht angeht und alle gehen? 😉
LG HDL Lillifee